Das war's. Für immer. Hans Richter ist tot. Dabei hatten wir noch so viel vor. Aber danke, lieber Hans. Für alles.
Gerade erst war Hans nach 28 Jahren von Barcelona nach Darmstadt gezogen. Es sei an der Zeit, meinte er vor einigen Wochen, “Barcelona war toll, doch es reicht jetzt“. Diesen Entschluss sah er bestärkt durch das Engagement beim Stalburg Theater. Nach zwei eigenen Produktionen bei uns („Leben und sonst gar nichts“ und „Dieter und der Wolf“) trat er im Dezember 2024 fest unserem Ensemble bei. Er brillierte neben Katja Hufgard in „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und neben Christoph Maasch in „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ von Axel Hacke.
So wurde ihm unser Haus schnell zu einer Heimat. Hans vermochte in seiner stillen Art eine unaufdringlich-gewaltige Präsenz auf die Bühne zu bringen, wie man es selten findet. Nicht zuletzt durch ihn wurden beide Stücke zu sensationellen Erfolgen, die unser Haus schmückten und uns stolz machten. Gleichzeitig war er einer der liebenswertesten Kollegen, die man sich vorstellen kann. So wuchtig er auf der Bühne erschien, so zurückhaltend höflich war er privat. Er war einer der wenigen, die nicht lärmen und nicht klappern, sondern schlicht durch ihre Anwesenheit zu überzeugen wissen. Nun fehlt er, wie einer nur fehlen kann.
Für das Stalburg Theater bedeutet Hans’ Tod den Ausfall von ca. vierzig Vorstellungen bis zur Sommerpause 2026, außerdem die Rückvergütung von rund 500 bereits verkauften Tickets. Wie wir das kompensieren können, wissen wir noch nicht. Doch es erscheint uns im Moment noch zweitrangig. Aber es muss weitergehen, und es wird weitergehen. Zumal es ganz gewiss nicht in Hans' Sinn wäre, nun traurig die Flügel zu strecken. „Der Lappen muss hoch“, lautet eine alte Theaterweisheit. Gemeint ist der Vorhang. Wir halten uns dran. Auch wenn es schmerzt. Und auch wenn wir gar keinen Vorhang haben.
Unsere Kontonummer: DE13 5105 0015 0143 0686 33. Aber 300 € schicken wir ihnen eine Spendenquittung. Bei niedrigeren Beträgen akzeptiert das Finanzamt auch einen Kontoauszug. Vielen Dank!
NEU: "Quality Land – Live und analog" nach dem Bestseller von Marc-Uwe Kling
Ja, richtig, so oft kommt auch das nicht vor. Doch wo, wenn nicht bei uns? So bringen wir nun einen Marc-Uwe Kling auf die Bühne – und zwar live und analog. Infos und Karten gibt's >>HIER
"Die Tage. die ich mit Gott verbrachte" von Axel Hacke
Er kann auch Theater, der König der Kolumnen. Er tut es selten, also gelegentlich. Eines dieser raren Werke beschreibt eine Begegnung mit dem Allmächtigen. Oder ist der gar nicht so allmächtig? Am Ende gar ein Scharlatan? Die Antworten gibt's bei uns. Und >>HIER weitere Winke, Termine und natürlich Billets.
Neu ab Januar: "Venus im Pelz" nach Leopold von Sacher-Masoch
Ein Duell voller Wortwitz und Situationskomik. Im Brennpunkt: die vielfältigen Mechanismen in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Mehr als 150 Jahre alt, ist Sacher-Masochs Novelle immer noch aktuell. Die Bühnenfassung stammt von dem US-amerikanischen Autor David Ives und wurde zum großen Erfolg am Broadway. Mehr Infos und Billets >>HIER.
ALTE LIEBE von Elke Heidenreich
Selbstverständlich spielen wir unser Erfolgsstück auch in der neuen Saison. Sie haben es so gewollt. Dankeschön. Karten und Infos <<HIER
Läuft bei uns! Immer noch.
Stephen Kings Beststeller bei uns auf der Bühne. Mit Anja KImmelmann und Jochen Döring. Infos und Karten >>HIER.
Stalburg Theater spielt Nick Hornby
Schöne Sache: Wir haben vom Rowohlt-Verlag die Genehmigung erhalten, aus dem Buch "Keiner hat gesagt, dass Du ausziehen sollst" (Originaltitel: "State of the Union") von Nick Hornby eine Bühnenfassung zu erstellen und sie aufzuführen. Das haben wir getan. Und wer spielt, war auch klar: Alice von Lindenau und Christoph Maasch, die bewährten Kräfte aus "Das Leben des Vernon Subutex". Inszeniert hat der nicht minder bewährte Rainer Ewerrien. Nähere Informationen finden Sie >>HIER
Fräulein Müller bitte zum Matriarchat
Ist der Kampf der Geschlechter genauso abgedroschen wie die unselige Diskussion über Für und Wider des Genderns? Natürlich nicht. Er wird so lange währen wie es unterschiedliche Geschlechter gibt – also vermutlich ewig.
Und genauso lange wird er mit wechselnder Verbissenheit geführt werden, mit unterschiedlichen Waffen, Taktiken und Zielen. Aber was haben Carolin Kebekus, Jean-Jacques Rousseau, Johanna von Koczian, Melania Trump, Papst Franziskus, Harvey Weinstein, Adéle Haenel, Dieter Nuhr und Margaretes Friseur damit zu tun? Viel, soviel können wir Ihnen schon mal sagen. Immerhin wickeln, wischen und wuppen die heutigen Männer doch viel mehr als ihre Väter, oder?
Außerdem sind die allermeisten Bäume in unseren Innenstädten – egal ob Pappeln, Weiden, Eichen, Buchen und so weiter – männlich. Wie lässt sich diese Dominanz erklären? Antworten in diesem Theater.
Infos und Karten HIER>>.
Alle Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten zahlen 8,00 € Eintritt