Wer kocht, schießt nicht – Der große Abend mit Menü

Sie wollten schon immer mal das Originalmenü essen, das Dr. Theodor Kögel auf der Bühne zubereitet – haben sich aber nie getraut, bei Kögels Frage "Und wer hat denn jetzt mal Hunger?" den Arm zu heben und sich auf die Bühne zu begeben? Kein Problem. Wir haben uns schon so etwas gedacht und deswegen etwas ganz Besonderes vorbereitet. Sie kriegen es von uns serviert, essen in Ruhe – und anschließend genießen Sie die Vorstellung. Die Speisenfolge: Hauptgericht ist natürlich Dr. Kögels gefüllte Hühnerkeule mit Rahmsoße und Tagliatelle. Wir haben das Menü noch etwas aufgepeppt und reichen zuvor eine feine Hühnerbouillon mit Einlage und zum Abschluss einen Kaiserschmarrn. Also alles im Zeichen des Huhns und seinem Produkt.

Kostenpunkt: Pro Person 50 Euro. Darin enthalten sind ein Glas Rieslingsekt zu Begrüßung, das komplette Menü und natürlich die Vorstellung. Getränke gehen extra. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr, Ende gegen 22:30 Uhr. Und wer jetzt gar nicht weiß, wovon wir hier reden (ist ein Einzelschicksal): Hier nochmal die Beschreibung von dat Janze:

WER KOCHT, SCHIESST NICHT

Eine Satire von Michael Herl. Mit Ilja Kamphues
Uraufführung war an 26. September 2002 im Stalburg Theater

Auch nach mittlerweile mehr als 650 Aufführungen immer noch der Dauerbrenner in unserem Repertoire: „Wer kocht, schießt nicht“ von Michael Herl, Kultautor und einst Co-Moderator der Late Lounge im HR-Fernsehen, gelernter Journalist und früher einmal im Auftrag eines renommierten Verlags Restaurantkritiker in Kalifornien. Herl schickte nun den unglückseligen Molekularbiologen Dr. Theodor Kögel (gespielt von Ilja Kamphues) hinaus in die Welt. Dr. Kögel, Gastwirtssohn aus dem Sauerland und begnadeter Hobbykoch, steckt in einer tiefen Lebenskrise. Kein Job, keine Frau, kein Elternhaus – und nun hat ihn das Arbeitsamt auch noch zur Firma Schnell & Lecker geschickt, sich dort vorzustellen. Ausgerechnet Schnell & Lecker, ein Hersteller von Fast Food und Fertigprodukten!

Kögel hat keine Wahl, er muß dorthin. Seine Aufgabe: Er soll einem „ausgewählten Testpublikum“ demonstrieren, wie mühsam und ungesund die herkömmliche Küche ist – und wie bequem, nahrhaft und zeitsparend das alles doch mit den Produkten von Schnell & Lecker zu machen sei. Kögel hält sich anfangs wacker – doch bald schon gerät ihm seine Vorführung aus dem Ruder und ungewollt zu einem absurd-realistischen Vortrag über die Abstrusitäten der modernen Nahrungsaufnahme, über italienische Gastronomen und ihre Pfeffermühlen, über gepreßte Hühner in Amerika und formationsfliegende Ananasse in Wanne-Eickel – und nicht nur das. Während er vor den Augen des staunenden Publikums ein köstlich gefülltes Hühnerbein mit selbstgemachten Fettuccine zaubert, während wohlige Düfte durch den Theatersaal wabern, da gleitet Dr. Kögel ab und gleitet ab und gleitet ab...

„Wer kocht, schießt nicht“ – ein Muß für Gourmets und für Gourmands, für Hobbyköche und für Profiköche, für Feinkosthändler und für Feinkostkäufer, für Metzger und für Vegetarier – und für alle mit Sinn für gutes Essen und bösen Humor. Eine gnadenlose Abrechnung mit allem, was mit Fast Food, Convenience-Produkten und Kochen ohne Zeit und Muße zu tun hat – gleichzeitig eine sensibel-sarkastische Beschreibung des Wahns um Kochen, Essen, Trinken, Denken, Handeln und Sein in modernen Zeiten. Dr. Kögels Fazit: Man kann's auch übertreiben – und zwar in beide Richtungen. Oder, philosophischer ausgedrückt:

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin – und welcher Wein paßt am besten dazu?

Eine Eigenproduktion des Stalburg Theaters

Regie

Schauspieler

Bühnenbild/Licht: Herbert Huber
Fotos: Harald Schröder

Regie Video: Michael Herl
Kamera Video: Paul Williams, Pietro Fiore
Ton Video: Alexander Kowohl
Schnitt Video: Paul R. Williams
Licht Videodreh: Friederike Walter
Jingle: Andreas Schmid-Martelle

Aufführungsrechte bei
Hartmann & Stauffacher,
Verlag für Bühne, Funk und Fernsehen, Köln

Zum Video auf YouTube