SVEN »SEVEN« KEMMLER: TO FUCK OR NOT TO BE - 400 Jahre Shakespeare

(Vorkenntnisse nicht erforderlich)

Es ist mal wieder Shakespeare-Jahr. Aber was soll der Zirkus um diesen Kerl, den wir da ständig feiern? "Sein oder nicht sein", schon klar, aber gab es ihn überhaupt? Und wenn ja, wie viele? Dem Theater ist er so unentbehrlich, wie Reinhold Messner der Anorak-Industrie. Dazu soll er auch noch zwischendrin die englische Sprache erfunden haben. Und vermutlich auch die Williamsbirne. Aber braucht man ihn eigentlich noch?

Wenn jemand so dauerhaft als Genie gefeiert wird wie William Shakespeare, fragt meist niemand mehr "Warum?", schon um den Englischlehrer nicht zu verärgern. Zeit also, mal wieder reinen Tisch zu machen.

Außerdem ist Shakespeare ja nicht alleine. Er hat auch noch jede Menge Figuren im Gepäck. Hamlet, Macbeth, Othello, Caliban, Romeo - wer sind diese Typen? Jeder hat schon mal von ihnen gehört, obwohl sie nie Fußball gespielt haben. Ganz zu schweigen von Ophelia, Desdemona und Cleopatra. Bitte, so kann man seine Zwergpinscher nennen, aber was haben sie zu bieten, was man nicht bei "Let's Dance" leichter haben könnte?

Inmitten all der Geschichten um den Zausel aus Stratford-upon-Avon steht eines fest: Man kann einen herrlich komischen Abend mit dem Herrn W.S. und seinem literarischen Anhang verbringen.

Nach der von Presse und Publikum gleichermaßen hochgelobten »Englischstunde« wendet sich Sven »Seven« Kemmler nun zum Jubiläumsjahr dem ungekrönten König der Hochkultur zu. Kann das gut gehen?

Mit ihrer geneigten Mithilfe bestimmt!

Als denn, mit Heinrich dem Fünften gesprochen: »Noch einmal lacht, noch einmal liebe Freunde und füllt mit inn'rem Zwinkern uns're Sitzplätze«