Marco Tschirpke – Geordnete Verhältnisse

Eine Kulturgeschichte in Reimen

Tschirpke liest, singt und spricht über Ereignisse mit Folgen: das gegenwärtige Zeitalter kennt Unmengen an historischen Daten, aber sie liegen unverknüpft in unseren Hirnen. Mozart komponierte bis dicht an die Französische Revolution heran. Madame Tussaud knetete sich aus dieser heraus in die Gedächtnisse der Touristen. Und Schinkel wuchtet plötzlich Klassik in die Landschaft. Beobachtungen dieser Art haben Marco Tschirpke veranlasst, einige quietschende Dreh- und Angelpunkte der Geschichte mit seinen Versen neu zu ölen. Amphore und Profilstahl werden in seinen Gedichten zu pointenreichen Errungenschaften einer Spezies, die keine Mühen scheut, um es sich bequem zu machen.

Tschirpke serviert, wonach es den lern- und lachbegierigen Stalburg-Besucher gelüstet: Bizarre Aspekte der Aufklärung, vereinzelte Pfuschereien der Alten Meister und musikgeschichtliche Irrtümer kommen zur Sprache wie die Jungfrau zum Kinde. Marco Tschirpke nennt Jahr und Tag jedes historischen Ereignisses und freut sich darauf, in die vergnügten Gesichter seiner Zuhörer zu blicken. Klavier und Konzertgitarre stehen bereit, um malträtiert zu werden ...

"Der mit viel Ironie gespickte Ausdruck einer Lebenshaltung, unstreitbar auch einer politischen, ähnelt einem Sprache und Klang gewordenen Poesiealbum einer jungen Literatengeneration." 
(Badisches Tagblatt)