Jürgen von Nazareth

Das Weihnachtsstück von Michael Herl

IM SPECTAKULATIUM, DEM THEATERZELT AN DER BOCKENHEIMER WARTE

 

Da hängt er rum, der Faulpelz. Jürgen ist schon über dreißig, und noch immer wohnt er bei seinen Eltern und liegt ihnen auf der Tasche. Einen anständigen Beruf hat er nicht erlernt, warum auch. Mutter Maria bemuttert und bekocht ihn, und Vater Josef beschimpft ihn zwar ständig als Taugenichts, läßt ihn aber sonst in Ruhe.

Tagsüber ist Jürgen nur zu sehen, wenn er Hunger hat, und nachts hört man ihn bis in den frühen Morgen auf seinem Notebook herumhämmern. Doch was er da tut, das weiß kein Mensch.

So geht das Jahr für Jahr – bis eines Tages der Briefträger ein Schreiben bringt, das alles verändern soll und den Alltag der von Nazareths gehörig auf den Kopf stellt.

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Maria: "Ich glaube ja, er hatte noch nie etwas mit einem Mädchen."
Josef: "Du meinst Sex? Wir ja auch nicht."
Maria: "Jetzt fang doch damit nicht wieder an. Das ist doch etwas anderes."

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Michael Herls "Jürgen von Nazareth" wurde bereits in Dresden und in Göttingen erfolgreich inszeniert. Nun bringen wir es in Frankfurt auf die Bühne – und zwar im eigens dafür errichteten Theaterzelt "Spektaculatium" an der Bockenheimer Warte.

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Es ist ein schräges Stück, es ist eine Weihnachtsfarce – erst recht in der Inszenierung von Birgitta Linde, die sich mit so manchem verrückten theatralischen Treiben einen Namen gemacht hat, und in der Besetzung mit Philipp Hunscha als Jürgen, Heinz Harth als Josef – und Matthias Scheuring als Maria.