C´est la Vie – Paris, Paris

Stalburg Trio: Ingrid El Sigai, Markus Neumeyer und wieder mit Frank Wolff

Ein Musikspiel auf französische Art.
 

"Bitte ein Café au Lait für den Pianisten! - Nein, gebt mir Rotwein!" Hört das Rumpeln der Métro, das sehnsüchtige Ziehen des Schifferklaviers, das Hupen der Autos am Ufer der Seine. Es herrscht heiteres Chaos, in dem bereits Motive des ganzen Konzerts aufscheinen, wie in einer Ouvertüre. 

Hauptstoff ist La Bohème, frei nach Puccini, aber es erklingen ebenso die allerschönsten, herzergreifenden Chansons und wilde, kühne Aktionen, die Paris und die moderne Welt erschütterten (so das Sacre du Printemps oder der Boléro von Ravel).
 
Wie zarte, poetische Inseln ruhen dagegen Klänge von Satie und Debussy im Fluß der Zeit. Von ferne winkt elegant Frédéric Chopin. Andere Künstler mischen sich ein, Maler, Filmer, Dichter, und das Café wird zum revolutionären Laboratorium (wie die ganze Stadt). Ruhe jetzt! Musik tönt herein, zugleich Museum und Wirklichkeit: les cris de Paris.
 
Ingrid El Sigai singt und spricht und spielt alle möglichen Rollen, Markus Neumeyer dirigiert die Musik singend am Klavier, Frank Wolff flüstert und brummt und schreit mit dem Cello, und zu dritt mischen sie Paris ganz schön auf.