BILD über 10 Jahre "Wer kocht, schießt nicht"

30. September 2012

BILD über 10 Jahre "Wer kocht, schießt nicht": Hier schnippelt BILD mit Frankfurts Theater-Dauerbrenner

Dr. Kögel kocht. Gefüllte Hühnerkeule. Ohne fremde Hilfe. Vor Publikum. Im Stalburg Theater. Seit 10
Jahren. Und das wird einfach nicht langweilig!

Am Samstagabend ließ er sich dabei zum 444. Mal zuschauen, in „Wer kocht, schießt nicht“ – kein anderes Stück in Frankfurt läuft schon so lang.

Ich, der BILD-Reporter, will das Geheimnis dieses Frankfurter Theater-Erfolgs wissen. Treffe Dr. Kögel und seinen Schöpfer Michi Herl in der Stalburg. Dr. Kögel spielt Ilja Kamphues, der schlüpft in den Kochdress, dann heißt es erst mal schnippeln.

Der Lauch soll in ganz feine Streifen geschnitten werden. Kamphues kann das deutlich besser als ich – auch das Sezieren des Hühnerbeins: „Dabei koche ich sonst nie, das ist das einzige Gericht, das ich beherrsche!“
Im Stück geht‘s ums Futtern: Kritisch, witzig, lehrreich, kulinarisch. Eigentlich soll Kögel 
Tütensuppen anpreisen, Marke „Schnell & Lecker“. Dann kocht er lieber doch was Gutes.

Als Herl die Kochsatire schrieb, war er seiner Zeit voraus. Mittlerweile wird das Land von Kochshows nur so überschwemmt ...

Wenn der Lauch in der Pfanne schmort, versteht man, was das Stück neben Text und Schauspielkunst so verlockend macht: Irre Düfte ziehen durchs Theater, das Wasser läuft einem im Mund 
zusammen. Am Ende darf ein Mutiger auf der Bühne alles aufessen.

THEATER FÜR 
ALLE SINNE! Wer‘s gesehen hat, kommt begeistert immer wieder. Über 40.000 waren schon drin. Und nicht nur, weil das Nachkochen nicht auf Anhieb klappt.


Dr. Josef Becker, Samstag, 29. September 2012

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